Zypern – die letzten vier Tage

Liebe Mitreisende! Wie versprochen, hier ein kleiner Bericht über unsere letzten Urlaubstage auf Zypern.

Dienstag, 24. März

Nachdem wir uns von Euch verabschiedet haben, sind wir mit dem Intercity-Bus nach Larnaka gefahren. Wirklich verpasst habt ihr dort nichts. Ein paar Eindrücke aus der Stadt:


Alte Lagerhäuser am Hafen, jetzt städtische Galerie


Die Festung von Larnaka am Strand, daneben die Moschee


Gelegentlich scheinen auf Zypern auch Tsunamis vorzukommen…


Die Àgios-Lazaros-Kirche


Außendetail der Kathedrale

Umgebung des Flughafens

Am Salzsee, sinnvoll nur per Taxi zu erreichen, ist das wichtigste muslimische Heiligtum Zyperns, die Hala-Sultan-Tekke:


Hala Sultan, die Tante des Propheten, soll 647 mit der arabischen Invasion nach Zypern gekommen und hier dann nach einem Sturz vom Maultier verstorben sein. Unser Hauptgrund für den Besuch hier war aber die Umgebung des Rastplatzes in der Nähe. Wir wurden nicht enttäuscht, hier die botanische Ausbeute:

Orchideen


Italienisches Knabenkraut (Orchis italica)


Nabel-Ragwurz (Ophrys umbilicata)

Sonstiges


Rote Spargelbohne (Lotus tetragonolobus)


Mittags-Schwertlilie (Moraea sisyrinchium)

Auf der anderen Seite der breiten Straße zum Flughafen, Richtung Startbahn, gab es sogar Flamingos zu sehen. Vielleicht habt ihr die ja kurz vorm Start Eures Fluges aus dem Flugzeugfenster gesehen:

Auf dem Rückweg haben wir noch in Amathus, der archäologischen Ausgrabung an der östlichen Stadteinfahrt von Limassol, angehalten. Das war etwas aufwändig, weil wir von der nächstgelegenen Haltestelle des Intercity-Buses noch etwas 1,5 km laufen mussten und langsam der Sonnenuntergang näher kam. Wir hatten am Flughafen Euch und Livio mit dem Minibus knapp verpasst, der hätte uns vielleicht zurück ein Stück mitgenommen, das hätte massivst Zeit gespart.


Das was von außen sichtbar war, war nur bedingt beeindruckend. Sehenswert ist wohl der Hafen. Den kann man aber nur schwimmend besichtigen, das Wasser ist maximal 4 m tief und im Wasser sind weitere Informationstafeln verteilt.

Mittwoch, 25. März

Der Restaurantsaal wurde viel leerer. Mit Euch sind einige andere Gruppen abgereist, das Hotel nutzte das für einige Renovierungsarbeiten für (wahrscheinlich) die Ostertage. Für die knapp über zwei Tage bis zu unserer Abfahrt zum Flughafen hatten wir einen Mietwagen, der sehr günstig war. Die Mietwagenfirma wird nachher Spaß mit dem Saubermachen gehabt haben, es waren ein paar Schotterpisten dabei. Das Linksfahren ist übrigens sehr viel leichter als befürchtet, der Verkehr in Zypern ist (zumindest zu dieser Jahreszeit) aber auch völlig unproblematisch. Für uns ging es wieder ins Troodos-Gebirge zu weiteren Scheunendachkirchen. Bei einigen davon muss man vor Ort erst nach dem Schlüssel telefonieren. Wir haben uns dann auf die beiden Kirchen konzentriert, die Studiosus im Programm hat, hier gibt es keine Überschneidungen zu Gebeco. Lustigerweise begegneten wir auf der Fahrt zwischen den Kirchen auch dem Studiosus-Bus, die hatten die beiden Kirchen in umgekehrter Reihenfolge besucht.

Lagoudera

Als wir kurz vor der Mittagspause der Kirche hier, weit oben im Gebirge, ankamen, ging gerade ein Sturzregen nieder. Später kam sogar noch Graupel dazu, so dass die Straße für die Weiterfahrt etwas weiß (aber nicht glatt, da Temperatur noch über null) war.




Asinou

Diese Kirche lag erheblich niedriger, aber am nördlichen Rand des Troodos, so dass noch einiges an kurvigen Straßen zu bewältigen war. Das Resultat lohnte sich aber:





Choirokoitía

Richtig, hier waren wir mit der Gruppe auch schon. Uns zog es zum Tagesabschluss zur archäologischen Ausgrabung, die uns unsere Reiseleiterin trotz genug Zeit nicht zeigen wollte. Und hier gab es durchaus etwas zu sehen, einige schöne Rundbauten und eine lange Mauer quer durch die Siedlung deren Zweck unklar ist.


Der Eingang zur Siedlung


Einige Rundbauten


Die Mauer quer durch die Siedlung

Donnerstag, 26. März

Das Neophytos-Kloster

Am Donnerstag waren wir zuerst im Neophytos-Kloster (Ágios Neófytos) nördlich von Paphos. Das ist ein echtes Kleinod, und es ist etwas unverständlich warum es nicht in unserem Reiseprogramm enthalten war. Speziell die Höhle in der der Einsiedler Neophytos gelebt hatte sah eindrucksvoll aus, es waren außer uns kaum andere Besucher da. Eindrücke von außen:


Die Klosterkirche


Die Einsiedelei

Eindrücke vom Innenraum:

Die Avakas-Schlucht

Noch etwas weiter nördlich, wieder unten fast an der Küste und nur über eine schlaglochübersäte Schotterpiste zu erreichen liegt die sehr sehenswerte Avakas-Schlucht. Die war eigentlich wegen des Wasserstandes und Steinschlaggefahr gesperrt, was nicht nur uns nicht interessierte. Der hohe Wasserstand führte allerdings dazu, dass wesentliche Teile nur im Flussbett zu begehen waren und daher Outdoor-Sandalen und Wanderstöcke voraussetzten:

Das Bad der Aphrodite und die Innenstadt von Paphos

An der Nordküste der Akamas-Halbinsel, nördlich der beiden ersten Besichtigungspunkte gelegen, haben wir nahe des Ortes Polis das Bad der Aphrodite besucht (in dieser Grotte soll die Göttin regelmäßig gebadet haben) und sind erneut auf Orchideensuche gegangen. Das Bad war aber eher enttäuschend und lohnt kein Bild, Orchideen waren ohne Kletterpartie keine anzutreffen. Auf dem Rückweg haben wir in der Innenstadt von Paphos angehalten, abgesehen vom Rathaus und angrenzenden Bauten (die hatten wir ja schon auf der Gruppentour gesehen) gab es hier ebenfalls nichts Sehenswertes.

Freitag, 27. März

Auch diesen Tag haben wir bis mittags für Besichtigungen genutzt.

Die Burg Kolossi

Diese Burg (eigentlich nur ein Wohnturm mit angrenzender Zuckermühle und Reste eines Aquädukts, das Wasser daraus trieb das Mühlenrad der Zuckermühle an) haben wir ja schon auf dem Weg mit der Gruppe nach Kourion aus dem Bus gesehen. Auch hier ist es etwas unverständlich warum wir dort nicht angehalten haben. Die heutige Burg wurde 1454 von den Johannitern erbaut, bevor diese nach Rhodos und später Malta vertrieben wurden.

Kourion bei Sonne

Da wir sowieso schon fast dort waren und diesmal die Sonne schien, sind wir nochmal zur Ausgrabung von Kourion gefahren und hatten diesmal genug Zeit für das gesamte Gelände. Hier ein paar Fotos:

Orchideen am Salzsee von Akrotiri

Dieser Fundort hat uns trotz der großen Nähe zur britischen Luftwaffenbasis doch noch gereizt. Die Straße dorthin führte durch einen früheren britischen Spionagesender ("Lincolnshire Poacher"). Den können wir Euch leider nicht zeigen: Anhalten und Fotografieren waren strengstens verboten. Dafür aber ein paar Orchideen:


Nabel-Ragwurz (Ophrys umbilicata)


Wanzen-Knabenkraut (Anacamptis coriophora)

Abschluss

Dann war es auch für uns Zeit zurückzufahren und den Mietwagen zurückzugeben. Vom rollenden Flugzeug aus waren ein zweites und letztes Mal die Flamingos am Salzsee von Larnaka zu sehen. Ein sehr schöner Abschluss!

Kontakt

Bitte verwendet die Fotos nur für Euch und gebt sie nicht über die Reisegruppe hinaus weiter.

Ihr könnt uns gerne per E-Mail kontaktieren: Manuela und Björn. Per Signal, notfalls auch per Threema oder Telegram, sind wir auch erreichbar. Für die dortigen Kontaktdaten schreibt uns bitte kurz an.